Alpha in Zeiten des Krieges: Quartalsbericht Q1 / 2022

Seit Jahresanfang hat unsere Strategie ein Plus von  4,1 Prozent gemacht.

  • Krisenalpha-Fonds:  11,9 Prozent
  • Aktien-ETFs und REITs:  -2,7 Prozent

Die Details finden Sie im aktuellen Factsheet.

Die Alpha-Fonds haben die Verluste des Betablocks überkompensiert. Es freut uns, dass die Strategie so gut aufgegangen ist. Aber wir müssen an dieser Stelle gleich wieder Wasser in den Wein gießen: Ja, wir erwarten von den Alphas eine Kompensationsleistung. Aber wie groß die ausfällt, hängt vom konkreten Fall ab. Das ist nicht vorhersehbar. Es kann auch sein, dass die Alpha-Fonds das Minus der ETFs nicht vollständig auffangen.

Die Zeitschiene

Kriegsbeginn war der 24. Februar 2022. Wir betrachten den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. März 2022.

EreignisDatumTage bis / ab KriegsanfangAnteil
Jahresbeginn01.01.20225460 %
Kriegsanfang24.02.2022 – 
Quartalsende31.03.20223540 %

Vor dem Einmarsch: Krisenalpha baut sich auf

60 % der Zeit war vor dem Krieg. Die Unsicherheit steigt, Trends bilden sich aus. In dieser Zeit hat der Assenagon besonders geglänzt. Die Trendfolger liefen waagerecht, Anfang Februar fingen sie dann an,  nach oben zu driften. Mit Ausnahme des Lyxor, der verbuchte Verluste.

Warum? Russland ist ein Rohstoffland. Der Lyxor ist aber vor allem auf den Finanzmärkten unterwegs, Rohstofftrends gehen an ihm vorbei. 

Der Assenagon hat nicht nur von der zunehmenden Kriegsunsicherheit profitiert, sondern auch vom Versagen der großen Techkonzerne. Ende Januar, Anfang Februar haben Firmen wie Meta (Facebook) und Netflix ihre Ziele verpasst und wurden massiv abgestraft (teilweise bis -20 %). Von dieser Volatilität konnte der Assenagon profitieren. Egal ob hohe Inflation oder hohe Zinsen, der Assenagon profitiert. Dieses Regime trennt die Spreu vom Weizen. Die Guten werden besser, den Angeschlagenen geht es noch schlechter: Die Streuung im Markt steigt, und davon lebt ein Volatilitätsfonds.

Der Einmarsch

Die Tage zwischen Donnerstag dem 24. Februar und Dienstag dem 1. März sind besonders interessant. Der Krieg beginnt, und die Trendfolger fallen.  

Äh, Moment, muss es nicht heißen: Der Krieg beginnt und die ETFs fallen. War das Produktversprechen nicht: Gegenbewegung in der Krise? Und jetzt fällt das Zeug!

Grundsätzlich haben die Trendfolger schon kapiert, dass die Lage nicht rosig ist, deshalb sind sie ja seit dem 24. / 25. Januar in einem Aufwärtstrend. Aber es stehen noch nicht alle Zeichen auf Sturm, und so sind Teile des Depots immer noch auf „optimistisch“ eingestellt.  

Nach dem Einmarsch der Russen zerschlägt sich diese Hoffnung, die Optimismus-Positionen fallen stark und ziehen den bereits gut gestiegenen Kurs des Trendfolge-Fonds nach unten.  

Daraufhin drehen die Trendindikatoren von long auf short, und das ist das Signal, die letzten Positionen zu verkaufen. Jetzt zeigt sich die operative Exzellenz der Fonds. Donnerstags Einmarsch, Freitag Kursverluste, dann das Wochenende. Am Montag geht die Neupositionierung weiter, ist am Dienstag abgeschlossen, und am Mittwoch geht es wieder aufwärts mit den Kursen. 

Das ist das Verhalten, dass wir sehen wollen.

  1. Ein Ereignis findet statt (der Einmarsch).
  2. Die Fonds werden davon überrascht (die Kurse sinken).
  3. Die Fonds passen sich zügig an die neue Lage an (die Kurse steigen).

Entscheidend ist Punkt zwei. Das zeigt uns: Alles läuft streng algorithmisch ab. Hier hat niemand versucht, die Realität mit der Glaskugel in der Hand rechts zu überholen.

Der Assenagon hat sich ganz anders verhalten. Sein Kurs hat sofort nach Kriegsbeginn zugelegt.

Nach dem Einmarsch: Krisenalpha legt richtig los

7,3 % Inflation im März – die Rohstofftrends sind weiterhin ungebrochen, und die Trendfolger sind dabei. Ein Trendfolger hat keine Gewinnziele, die ihn zwingen würden auszusteigen. Egal, wie weit der Trend läuft: Der Trendfolger bleibt dran und holt raus, was rauszuholen ist. Das ist Krisenalpha: Die Kurse steigen konstuktionsbedingt im Chaos.

Der Kurs des Assenagon sinkt seit dem 10. März wieder. 

Warum? Nun, der Assenagon lebt von der Volatilität. Volatilität ist ein Ausdruck von Unsicherheit. Die Unsicherheit: Kommt der Krieg oder nicht ist ja nun geklärt. Was bleibt ist die Frage: Wie geht es weiter?

Diese Frage behandeln wir dann im nächsten Quartalsbericht.

Ihr Democratic-Alpha-Team


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